Es ist nicht vorstellbar „Moschee und Kathedrale
im gleichen Gebäude“. Der Orangenhof ist ein wunderbarer Platz um sich in Ruhe
zu orientieren. Ich konnte mir trotz eines Glockenturms und einem bulligen
Gebäude nicht vorstellen wo die Moschee und wo die Kathedrale sein soll. Das
Palmentor ist der Eingang in einen gigantisch großen Raum. Die am Boden
stehenden ca. 850 runden Säulen werden überspannt von Hufeisenbögen, zwischen
denen weitere, diesmal viereckige Säulen aufragen und die Basis für eine
weitere Bogenreihe bieten.
Die symmetrische Anordnung der Säulen schafft im
Zusammenspiel mit den rot-weiß gestreiften Bögen ein unglaubliches Gefühl von
Rhythmus, Schwerelosigkeit und unendliche Weite. Ich finde mich in einem orientalischen
Märchen wieder. Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit des Inneren gewöhnt
hatten, der Zauber schwand und ich mich wieder bewegen konnte, konnte ich an
den Wänden kleine christliche Altäre erkennen, leider lassen sie meine Romantik
und Träumerei wieder ersticken. Zum Zentrum der Mezquita wird der Raum heller.
Hier ruht die bombastisch große Kathedrale. Mein Rätsel fand die Lösung und ich
finde sie ist sehr gut gelungen.
Die Geschichte erzählt, als
die Mauren Cordóba einnahmen, bewiesen sie die ganze Toleranz des damaligen
Islam. Über mehr al ein halbes Jahrhundert hinweg beteten Moslems und Christen
im gleichen Gotteshaus. Es macht mich traurig, dass die Großzügigkeit der
Mauren in der heutigen Welt keinen Platz mehr finden möchte.
Meine weitere Besichtigung
bringt mich zum Plaza Corredera. Als ich den in sich geschlossenen Platz
betrete werde ich sofort an den Plaza Mayores von Madrid erinnert.
Die Puente Romano ist meine letztes Highlight. Römerbrücke ist ein guter Name, denn sie wurde
von Kaiser Augustus errichtet und mehrfach umgebaut, zuletzt 1930.
Von hier gibt es den
perfektesten, bekanntesten und schönsten Blick auf die Mezquita. Das letzte
Foto des Tages schieße ich mit Genuss.






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