Mittwoch, 30. April 2014

Malaga / ein Besuch bei Picasso

Am 27. Oktober 2003 war ein besonderer Tag „Picasso kehr in seine Geburtsstadt zurück“. 
Erst nach einem halben Jahrhundert wurde dem Wunsch von Picasso nachgegangen und ein Museum in seiner Geburtsstadt eröffnet. 204 Werke stehen zur Verfügung, die nicht immer alle in der Dauerausstellung gezeigt werden. In der wechselnden Ausstellung werden Leihgaben aus Paris, Barcelona und dem Familienbesitz dargeboten.
Die Kathedrale, ist wie alle hier erbauten Kathedralen, zumindest die ich gesehen habe, an stelle einer maurischen Moschee und zu groß geraten. Der Innenraum 117 m Länge und 72 m Breite. La Manquita, „die, der etwas fehlt“ weil der südliche Turm unvollendet blieb. Besichtigung ausgelassen, drei Kathedralen in einem Urlaub reichen.
Auch Alcazaba, eine maurische Burg auf der sich die Römer schon angesiedelt hatten, habe ich nicht besichtigt.
Ein wenig einkaufen im Centro hat mir mehr Freude bereitet. In Südspanien gibt es noch viele Geschäfte, die es (noch) nicht in alle EU-Länder geschafft haben, und das finde ich gut so.

 

Dienstag, 29. April 2014

Ronda „die weiße Stadt“

Ein Tagesausflug nach Ronda von Los Gamos war die Zeit wert. Ronda ist eine unvergessliche Erscheinung der auf zwei steile Felsmassen hinaufgehäufelten Stadt. Es ist in jede Richtung so weit das Auge reicht üppiges, in allen Schattierungen gehaltenes Grün. 
Romantik pur. Die Seele Andalusiens macht in erster Linie seine einmalige Position aus.
Ronda liegt auf einem Felsplateau, das von den nahezu senkrecht abfallenden Wänden einer über 100 Meter tiefen Schlucht in zwei Teile gespalten wird. Kühne Brückenkonstruktionen verbinden die beiden Seiten der Stadt. Häuser und Gärten drängen sich bis an den Abgrund und scheinen in die Tiefe zu schwappen.

Montag, 28. April 2014

Erschöpfung "Adios"

Mein Erschöpfungszustand ist vorbei. Auf der Finca Los Gamos sind kleine Hundebabies, die unerhört goldig sind.

Sonntag, 27. April 2014

Eindrücke müssen verarbeitet werden

Die Nacht war schlimm. Es war mir Kotzübel und um 3.00 Uhr morgens hat sich dann mein Magen und mein Darm von allem Übel befreit.
Den ganzen Tag habe ich nur mehr Wasser getrunken und mich so gut wie überhaupt nicht bewegt, regungslos lag ich im Bett und habe geschlafen und geschlafen und geschlafen und nochmals geschlafen.
Monica war so freundlich und kochte mir als Nachtmahl ein Gemüsesuppe, die mir half ein wenig zu Kräften zu kommen.

Samstag, 26. April 2014

Sevilla bis Ardales

Sevilla ohne die oftmals fotografierte, bejubelte und verehrte la Macarena gesehen zu haben, konnte an eine Abreise nicht gedacht werden. Vor wenigen Tagen war Sevilla von den Osterprozessionen geprägt. Jede Bruderschaft hat ihren Platz in der Choreographie der Semana Santa. 
Die Nazarenas eskortieren die Marienstatue in wallenden Gewändern und hohen, spitzen Kapuzen (erinnern an den Ku-klux-Klan). Die Büßer, die sich geißeln für ihre Sünden und zentnerschwere Kreuze hinter sich her schleppen für erhörte Fürbitten. Ganz Sevilla weint Tränen der Freude, wenn sie Macarena und die Trianera aus ihren Kirchen treten und Tränen der Trauer, wenn sie wieder in ihren Kirchen verschwinden bis zum nächsten Jahr. La Mascarena hat ihren Platz in der gleichnamigen Kirche in einer Gold geschmückten Nische am Altar.

Am frühen Nachmittag verließen Robert und ich Sevilla und fuhren durch ein sanft hügeliges Gebiet bis nach Ardales. Hier trafen wir Monica, die uns zu ihrer Finca Los Gamos lotste. Dieses Haus lässt sich sehen. Es ist sehr groß, geräumig und mit vielen Kunstobjekten bestückt. Der Urlaub kann beginnen.

Freitag, 25. April 2014

Sevilla / Sonne-Wärme-Einblicke-Ausblicke-Eindrücke

Metropol Parasol oder las Setas oder die Plilze 
Es ist dem deutschen Architekten Jürgen Mayer Hermann eine tolle Holzkonstruktion gelungen. 3.500 Kiefernholzelemente wurden verarbeitet. Ich war begeistert über das Dach des Plaza de la Encarnación. Ebenerdig ist eine Markthalle und im Keller befindet sich ein Antiquarium das unter anderem bei den Beauarbeiten freigelegte maurische und römische Relikte ausstellt. Auf den Hüten der Pilze ist ein Spaziergang mit schöner Aussicht möglich.

Catedral Santa María
"Quien no ha visito Sevilla, no ha visito maravilla." / "Wer Sevilla nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen." - bezugnehmend auf die Kathedrale kann ich diesem Satz nur zustimmen. Das Innere der Kathedrale ist wahrhaft gewaltig. Es ist ein ausgehöhlter Berg, ein umgestülptes Tal und die Pfeiler sind wie dicke Türme. Dennoch wirken die Säulen zerbrechlich und ließen mich erschaudern beim Fall von den Gewölben. Ich stand in einer Stalaktitenhöhle eines Riesen. Im Mittelschiff könnte Notre-Dame von Paris mit erhobenem Haupt spazieren gehen. Das ist keine Übertreibung.

Die beiden Orgeln haben gemeinsam 15.000 Pfeifen und können von einem einzigen Organisten gleichzeitig bedient werden.

Das Grab von Christoph Kolumbus wird von vier übergroßen allegorischen Figuren des damaligen Königreichs Kastilien, León, Aragón und Navarra getragen. Es ist zu bedenken, dass durch das oftmalige transportieren des toten Christopfs nur mehr 15% des Skelettes in diesem Grab ruhen. Ich frage mich wo der Rest verloren gegangen ist.

La Giralda
das ist der Glockenturm der Kathedrale und gleichzeitig das Wahrzeigen Sevillas. Einst war es das Minarett der damaligen Moschee. Der Aufstieg ist mühelos und die Aussicht atemberaubend.

Um zum Ausgang des Areals zu kommen durchquerte ich den Patio de los Neranjos. Das Grün der Bäume und die kleinen Wasserbrunnen sind eine Wohlrat für die Augen und die Seele.

Parque de María Luisa
Durch die Wirtschaftskrise 1929 wurde die Ibero-Amerikanische Ausstellung ein Flop. Der damals angelegte Park mit den Pavillions der Ausstellung, die üppigen Bäume, die kühle spendenden Zierteiche sind ein angenehmer Platz und ein beliebtes Sonntagsziel der Sevillaner. Ich liebte den Palacio Espanol. Das Gebäude ist ein Museum und hat mit einem Palast nichts am Hut. Ich mochte die Kachelbänke mit den geschichtlichen Höhepunkten Spaniens besonders. Ein würdiger Abschluss meines intensiv kulturellen Tages.