Donnerstag, 24. April 2014

Córdoba bis Sevilla

Das trübe Wetter hilft mir von Córdoba leichter Abschied zu nehmen. Auf der Autobahn A4 beginnt es immer wieder leicht zu regnen, es fällt mir also sehr leicht auf eine Abfahrt nach Medina Azahara und Alodóvar del Rio und einer Besichtigung zu verzichten.
Sevilla ist eine Großstadt mit ca 700.000 Einwohnern und der Verkehr und die Lautstärke sind der Größe angepasst. In Córdoba als auch in Sevilla kann ich bei jedem Lenkmanöver die Reifen quietschen hören. Es klingt immer so, als mache jemand etwas falsch oder Robert macht etwas Verbotenes. In Granada wollte mir jemand einreden das liegt am herabtropfenden Wachs der Pozessionen. Ich glaube das nicht. Ich bin überzeugt es liegt am Straßenbelag selbst.

Im Hostal Jentoft wurde uns ein kleines Zimmer zugeteilt, ähnlich wie in Córdoba. Drei Dinge sprachen für diese Hostals: die Lage, der Preis und die Parkmöglichkeit. Denn in den bisher besuchten Städten ist Parken im Centro einfach unmöglich. Fahrverbot und Parkverbot sind die besten Freunde. Es wundert mich nicht, dass kaum ein Einheimischer in der Altstadt leben möchte, der Alltag ist einfach zu kompliziert.

In Sevilla war der erste Spaziergang zur Catedrale Santa María. In meinem Reiseführer stand: "Lasst uns eine Kathedrale bauen, so groß, dass jeder, der sie sieht, uns für verrückt hält." Das haben die Domherren 1401 beschlossen und auch durchgesetzt. Ja, sie haben es tatsächlich geschafft diesen Leitsatz in die Tat umzusetzen. Es wurde die drittgrößte Kathedrale der Welt nach dem St. Peter in Rom und St. Paul’s in London. Die Stadtplanung von Sevilla hat es auch geschafft keinen ausreichenden Platz rund um diese Kirche zu lassen. Sie steht wie ein Monster inmitten von Wohn- und Amtshäusern.
Torre del Oro

Ein Regenguss schwemmte Robert und mich wieder ins Hostal zurück. Wir hielten eine kleine Siesta.

Am Abend und ohne Regen mit angenehmen (20°C) Temperaturen flanierten Robert und ich am Ufer des Rio Guadalquivir. Am Torre del Oro angekommen spazierten wir in das Centro um dort noch ein paar Tapas zu essen und Weißwein zu trinken. Diese kleinen spanischen Spezialitäten sind ein wahres kulinarisches Gedicht.

Gemüse mit Tintenfisch

Garnelen mit Kartoffeln

Lachs

Risotto mit Pilzen

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