Granada - Cordóba - Sevilla - Finca Los Gamos, Ardales (Malaga und Ronda als Tagesausflug)
Samstag, 3. Mai 2014
Mittwoch, 30. April 2014
Malaga / ein Besuch bei Picasso
Am 27. Oktober 2003 war ein
besonderer Tag „Picasso kehr in seine Geburtsstadt zurück“.
Erst nach einem
halben Jahrhundert wurde dem Wunsch von Picasso nachgegangen und ein Museum in
seiner Geburtsstadt eröffnet. 204 Werke stehen zur Verfügung, die nicht immer
alle in der Dauerausstellung gezeigt werden. In der wechselnden Ausstellung
werden Leihgaben aus Paris, Barcelona und dem Familienbesitz dargeboten.
Die Kathedrale, ist wie alle
hier erbauten Kathedralen, zumindest die ich gesehen habe, an stelle einer
maurischen Moschee und zu groß geraten. Der Innenraum 117 m Länge und 72 m
Breite. La Manquita, „die, der etwas fehlt“ weil der südliche Turm unvollendet
blieb. Besichtigung ausgelassen, drei Kathedralen in einem Urlaub reichen.
Erst nach einem
halben Jahrhundert wurde dem Wunsch von Picasso nachgegangen und ein Museum in
seiner Geburtsstadt eröffnet. 204 Werke stehen zur Verfügung, die nicht immer
alle in der Dauerausstellung gezeigt werden. In der wechselnden Ausstellung
werden Leihgaben aus Paris, Barcelona und dem Familienbesitz dargeboten.
Die Kathedrale, ist wie alle
hier erbauten Kathedralen, zumindest die ich gesehen habe, an stelle einer
maurischen Moschee und zu groß geraten. Der Innenraum 117 m Länge und 72 m
Breite. La Manquita, „die, der etwas fehlt“ weil der südliche Turm unvollendet
blieb. Besichtigung ausgelassen, drei Kathedralen in einem Urlaub reichen.
Auch Alcazaba, eine
maurische Burg auf der sich die Römer schon angesiedelt hatten, habe ich nicht
besichtigt.
Ein
wenig einkaufen im Centro hat mir mehr Freude bereitet. In Südspanien gibt es
noch viele Geschäfte, die es (noch) nicht in alle EU-Länder geschafft haben,
und das finde ich gut so.
Dienstag, 29. April 2014
Ronda „die weiße Stadt“
Ein Tagesausflug nach Ronda
von Los Gamos war die Zeit wert. Ronda ist eine unvergessliche Erscheinung der
auf zwei steile Felsmassen hinaufgehäufelten Stadt. Es ist in jede Richtung so
weit das Auge reicht üppiges, in allen Schattierungen gehaltenes Grün.
Romantik
pur. Die Seele Andalusiens macht in erster Linie seine einmalige Position aus.
Ronda liegt auf einem Felsplateau, das von den nahezu senkrecht abfallenden
Wänden einer über 100 Meter tiefen Schlucht in zwei Teile gespalten wird. Kühne
Brückenkonstruktionen verbinden die beiden Seiten der Stadt. Häuser und Gärten
drängen sich bis an den Abgrund und scheinen in die Tiefe zu schwappen.Montag, 28. April 2014
Sonntag, 27. April 2014
Eindrücke müssen verarbeitet werden
Die Nacht war schlimm. Es
war mir Kotzübel und um 3.00 Uhr morgens hat sich dann mein Magen und mein Darm
von allem Übel befreit.
Den ganzen Tag habe ich nur
mehr Wasser getrunken und mich so gut wie überhaupt nicht bewegt, regungslos
lag ich im Bett und habe geschlafen und geschlafen und geschlafen und nochmals
geschlafen.
Monica war so freundlich und
kochte mir als Nachtmahl ein Gemüsesuppe, die mir half ein wenig zu Kräften zu kommen.
Samstag, 26. April 2014
Sevilla bis Ardales
Sevilla ohne die oftmals
fotografierte, bejubelte und verehrte la Macarena gesehen zu haben, konnte an
eine Abreise nicht gedacht werden. Vor wenigen Tagen war Sevilla von den Osterprozessionen
geprägt. Jede Bruderschaft hat ihren Platz in der Choreographie der Semana
Santa.

Die Nazarenas eskortieren die Marienstatue in wallenden Gewändern und
hohen, spitzen Kapuzen (erinnern an den Ku-klux-Klan). Die Büßer, die sich
geißeln für ihre Sünden und zentnerschwere Kreuze hinter sich her schleppen für
erhörte Fürbitten. Ganz Sevilla weint Tränen der Freude, wenn sie Macarena und
die Trianera aus ihren Kirchen treten und Tränen der Trauer, wenn sie wieder in
ihren Kirchen verschwinden bis zum nächsten Jahr. La Mascarena hat ihren Platz
in der gleichnamigen Kirche in einer Gold geschmückten Nische am Altar.

Die Nazarenas eskortieren die Marienstatue in wallenden Gewändern und
hohen, spitzen Kapuzen (erinnern an den Ku-klux-Klan). Die Büßer, die sich
geißeln für ihre Sünden und zentnerschwere Kreuze hinter sich her schleppen für
erhörte Fürbitten. Ganz Sevilla weint Tränen der Freude, wenn sie Macarena und
die Trianera aus ihren Kirchen treten und Tränen der Trauer, wenn sie wieder in
ihren Kirchen verschwinden bis zum nächsten Jahr. La Mascarena hat ihren Platz
in der gleichnamigen Kirche in einer Gold geschmückten Nische am Altar.
Am frühen Nachmittag
verließen Robert und ich Sevilla und fuhren durch ein sanft hügeliges Gebiet
bis nach Ardales. Hier trafen wir Monica, die uns zu ihrer Finca Los Gamos
lotste. Dieses Haus lässt sich sehen. Es ist sehr groß, geräumig und mit vielen
Kunstobjekten bestückt. Der Urlaub kann beginnen.
Freitag, 25. April 2014
Sevilla / Sonne-Wärme-Einblicke-Ausblicke-Eindrücke
Metropol
Parasol oder las Setas oder die Plilze
Es
ist dem deutschen Architekten Jürgen Mayer Hermann eine tolle Holzkonstruktion
gelungen. 3.500 Kiefernholzelemente wurden verarbeitet.
Ich war begeistert über das Dach des Plaza de la Encarnación. Ebenerdig ist eine Markthalle
und im Keller befindet sich ein Antiquarium das unter anderem bei den
Beauarbeiten freigelegte maurische und römische Relikte ausstellt. Auf den
Hüten der Pilze ist ein Spaziergang mit schöner Aussicht möglich.
Catedral
Santa María
"Quien
no ha visito Sevilla, no ha visito maravilla." / "Wer Sevilla nicht
gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen." - bezugnehmend auf die
Kathedrale kann ich diesem Satz nur zustimmen. Das Innere der Kathedrale ist
wahrhaft gewaltig. Es ist ein ausgehöhlter Berg, ein umgestülptes Tal und die
Pfeiler sind wie dicke Türme. Dennoch wirken die Säulen zerbrechlich und ließen
mich erschaudern beim Fall von den Gewölben. Ich stand in einer
Stalaktitenhöhle eines Riesen. Im Mittelschiff könnte Notre-Dame von Paris mit
erhobenem Haupt spazieren gehen. Das ist keine Übertreibung.
Die
beiden Orgeln haben gemeinsam 15.000 Pfeifen und können von einem einzigen Organisten
gleichzeitig bedient werden.

Um
zum Ausgang des Areals zu kommen durchquerte ich den Patio de los Neranjos. Das
Grün der Bäume und die kleinen Wasserbrunnen sind eine Wohlrat für die Augen
und die Seele.

Es
ist dem deutschen Architekten Jürgen Mayer Hermann eine tolle Holzkonstruktion
gelungen. 3.500 Kiefernholzelemente wurden verarbeitet.
Ich war begeistert über das Dach des Plaza de la Encarnación. Ebenerdig ist eine Markthalle
und im Keller befindet sich ein Antiquarium das unter anderem bei den
Beauarbeiten freigelegte maurische und römische Relikte ausstellt. Auf den
Hüten der Pilze ist ein Spaziergang mit schöner Aussicht möglich.
Catedral
Santa María
"Quien
no ha visito Sevilla, no ha visito maravilla." / "Wer Sevilla nicht
gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen." - bezugnehmend auf die
Kathedrale kann ich diesem Satz nur zustimmen. Das Innere der Kathedrale ist
wahrhaft gewaltig. Es ist ein ausgehöhlter Berg, ein umgestülptes Tal und die
Pfeiler sind wie dicke Türme. Dennoch wirken die Säulen zerbrechlich und ließen
mich erschaudern beim Fall von den Gewölben. Ich stand in einer
Stalaktitenhöhle eines Riesen. Im Mittelschiff könnte Notre-Dame von Paris mit
erhobenem Haupt spazieren gehen. Das ist keine Übertreibung.
Die
beiden Orgeln haben gemeinsam 15.000 Pfeifen und können von einem einzigen Organisten
gleichzeitig bedient werden.
Das
Grab von Christoph Kolumbus wird von vier übergroßen allegorischen Figuren des
damaligen Königreichs Kastilien, León, Aragón und Navarra getragen. Es ist zu
bedenken, dass durch das oftmalige transportieren des toten Christopfs nur mehr
15% des Skelettes in diesem Grab ruhen. Ich frage mich wo der Rest verloren
gegangen ist.

La
Giralda
das
ist der Glockenturm der Kathedrale und gleichzeitig das Wahrzeigen Sevillas.
Einst war es das Minarett der damaligen Moschee. Der Aufstieg ist mühelos und
die Aussicht atemberaubend.
Parque de María Luisa
Durch die Wirtschaftskrise
1929 wurde die Ibero-Amerikanische Ausstellung ein Flop. Der damals angelegte
Park mit den Pavillions der Ausstellung, die üppigen Bäume, die kühle
spendenden Zierteiche sind ein angenehmer Platz und ein beliebtes Sonntagsziel
der Sevillaner. Ich liebte den Palacio Espanol. Das Gebäude ist ein Museum und
hat mit einem Palast nichts am Hut. Ich mochte die Kachelbänke mit den
geschichtlichen Höhepunkten Spaniens besonders. Ein würdiger Abschluss meines
intensiv kulturellen Tages.

Donnerstag, 24. April 2014
Córdoba bis Sevilla
Das trübe Wetter hilft mir
von Córdoba leichter Abschied zu nehmen. Auf der Autobahn A4 beginnt es immer
wieder leicht zu regnen, es fällt mir also sehr leicht auf eine Abfahrt nach
Medina Azahara und Alodóvar del Rio und einer Besichtigung zu verzichten.
In
Sevilla war der erste Spaziergang zur Catedrale Santa María. In meinem
Reiseführer stand: "Lasst uns eine Kathedrale bauen, so groß, dass jeder,
der sie sieht, uns für verrückt hält." Das haben die Domherren 1401
beschlossen und auch durchgesetzt. Ja, sie haben es tatsächlich geschafft
diesen Leitsatz in die Tat umzusetzen. Es wurde die drittgrößte Kathedrale der
Welt nach dem St. Peter in Rom und St. Paul’s in London. Die Stadtplanung von
Sevilla hat es auch geschafft keinen ausreichenden Platz rund um diese Kirche
zu lassen. Sie steht wie ein Monster inmitten von Wohn- und Amtshäusern.
Am
Abend und ohne Regen mit angenehmen (20°C) Temperaturen flanierten Robert und
ich am Ufer des Rio Guadalquivir. Am Torre del Oro angekommen spazierten wir in
das Centro um dort noch ein paar Tapas zu essen und Weißwein zu trinken. Diese kleinen spanischen Spezialitäten sind ein wahres kulinarisches Gedicht.
Sevilla ist eine Großstadt
mit ca 700.000 Einwohnern und der Verkehr und die Lautstärke sind der Größe
angepasst. In Córdoba als auch in Sevilla kann ich bei jedem Lenkmanöver die
Reifen quietschen hören. Es klingt immer so, als mache jemand etwas falsch oder
Robert macht etwas Verbotenes. In Granada wollte mir jemand einreden das liegt
am herabtropfenden Wachs der Pozessionen. Ich glaube das nicht. Ich bin überzeugt
es liegt am Straßenbelag selbst.
Im Hostal Jentoft wurde uns
ein kleines Zimmer zugeteilt, ähnlich wie in Córdoba. Drei Dinge sprachen für
diese Hostals: die Lage, der Preis und die Parkmöglichkeit. Denn in den bisher
besuchten Städten ist Parken im Centro einfach unmöglich. Fahrverbot und
Parkverbot sind die besten Freunde. Es wundert mich nicht, dass kaum ein
Einheimischer in der Altstadt leben möchte, der Alltag ist einfach zu
kompliziert.
In
Sevilla war der erste Spaziergang zur Catedrale Santa María. In meinem
Reiseführer stand: "Lasst uns eine Kathedrale bauen, so groß, dass jeder,
der sie sieht, uns für verrückt hält." Das haben die Domherren 1401
beschlossen und auch durchgesetzt. Ja, sie haben es tatsächlich geschafft
diesen Leitsatz in die Tat umzusetzen. Es wurde die drittgrößte Kathedrale der
Welt nach dem St. Peter in Rom und St. Paul’s in London. Die Stadtplanung von
Sevilla hat es auch geschafft keinen ausreichenden Platz rund um diese Kirche
zu lassen. Sie steht wie ein Monster inmitten von Wohn- und Amtshäusern.![]() |
| Torre del Oro |
Ein Regenguss schwemmte
Robert und mich wieder ins Hostal zurück. Wir hielten eine kleine Siesta.
![]() |
| Gemüse mit Tintenfisch |
![]() |
| Garnelen mit Kartoffeln |
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| Lachs |
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| Risotto mit Pilzen |
Mittwoch, 23. April 2014
Córdoba / La Mezquita - unter einem Dach
Es ist nicht vorstellbar „Moschee und Kathedrale
im gleichen Gebäude“. Der Orangenhof ist ein wunderbarer Platz um sich in Ruhe
zu orientieren. Ich konnte mir trotz eines Glockenturms und einem bulligen
Gebäude nicht vorstellen wo die Moschee und wo die Kathedrale sein soll. Das
Palmentor ist der Eingang in einen gigantisch großen Raum. Die am Boden
stehenden ca. 850 runden Säulen werden überspannt von Hufeisenbögen, zwischen
denen weitere, diesmal viereckige Säulen aufragen und die Basis für eine
weitere Bogenreihe bieten.
Die symmetrische Anordnung der Säulen schafft im
Zusammenspiel mit den rot-weiß gestreiften Bögen ein unglaubliches Gefühl von
Rhythmus, Schwerelosigkeit und unendliche Weite. Ich finde mich in einem orientalischen
Märchen wieder. Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit des Inneren gewöhnt
hatten, der Zauber schwand und ich mich wieder bewegen konnte, konnte ich an
den Wänden kleine christliche Altäre erkennen, leider lassen sie meine Romantik
und Träumerei wieder ersticken. Zum Zentrum der Mezquita wird der Raum heller.
Hier ruht die bombastisch große Kathedrale. Mein Rätsel fand die Lösung und ich
finde sie ist sehr gut gelungen.
Die Geschichte erzählt, als
die Mauren Cordóba einnahmen, bewiesen sie die ganze Toleranz des damaligen
Islam. Über mehr al ein halbes Jahrhundert hinweg beteten Moslems und Christen
im gleichen Gotteshaus. Es macht mich traurig, dass die Großzügigkeit der
Mauren in der heutigen Welt keinen Platz mehr finden möchte.
Meine weitere Besichtigung
bringt mich zum Plaza Corredera. Als ich den in sich geschlossenen Platz
betrete werde ich sofort an den Plaza Mayores von Madrid erinnert.
Die Puente Romano ist meine letztes Highlight. Römerbrücke ist ein guter Name, denn sie wurde
von Kaiser Augustus errichtet und mehrfach umgebaut, zuletzt 1930.
Von hier gibt es den
perfektesten, bekanntesten und schönsten Blick auf die Mezquita. Das letzte
Foto des Tages schieße ich mit Genuss.
Dienstag, 22. April 2014
Granada bis Córdoba
Die Sonne? Ja, es gibt sie noch, die Sonne. Ich
konnte mich kaum noch erinnern, an diese warme, wunderbare, große, gelbe
Scheibe. Vor der Weiterreise war ein Spaziergang im Abaicín, dem alten Viertel
der Mauren, im Sonnenschein ein unentbehrlicher Genuss. Der Bus führte uns zum
Mirador de San Nicolás. Ein letzter Blick auf die Alhambra im Sonnenschein, der
letzte Schluck Espresso und der Beginn des Abstiegs des Hügels.
Stufe um Stufe,
Gässchen um Gässchen und se verde um se aquila hantle ich mich zur Uferstraße
des Darro. Auf Nr. 34 ist El Banuelo, die gut erhaltene arabische Badeanlage.
An der Plaza Nueva entscheide ich mich ein letztes Foto der Catedral Santa Maria de la Encarnacion zu machen. Es gibt kein Foto dieser imposanten Kirche. Es kann keines geben. Die Häuser der Nachbarschaft bedrängen die Kirche und lassen ihr keinen Raum zur Entfaltung ihrer Schönheit und Größe. Ein Glas Weißwein und ein Tapas trösten mich über das Schicksal von mir, dem Foto und der Kathedrale hinweg.
Stufe um Stufe,
Gässchen um Gässchen und se verde um se aquila hantle ich mich zur Uferstraße
des Darro. Auf Nr. 34 ist El Banuelo, die gut erhaltene arabische Badeanlage.
An der Plaza Nueva entscheide ich mich ein letztes Foto der Catedral Santa Maria de la Encarnacion zu machen. Es gibt kein Foto dieser imposanten Kirche. Es kann keines geben. Die Häuser der Nachbarschaft bedrängen die Kirche und lassen ihr keinen Raum zur Entfaltung ihrer Schönheit und Größe. Ein Glas Weißwein und ein Tapas trösten mich über das Schicksal von mir, dem Foto und der Kathedrale hinweg.
Autobahn oder Bundesstraße
ist die nächste Entscheidung. Robert und ich wählten die N432 um die Strecke
von Granada nach Córdoba zu bewältigen. Die Entscheidung war gut, es gab wenig
Verkehr und rechts und links der Straße waren Olivenbäume und Olivenbäume und
alte Olivenbäume und Olivenbäume und junge Olivenbäume. Ich bekam den Eindruck
die Andalusier essen ausschließlich Oliven und Trinken Olivenöl.
Der Start in Córdoba war ein
wesentlich besserer als in Granada. Das Hostal El Triunfo war leicht zu finden
trotzdem Herr Navigator behauptete die Straße über eine Fußgängerbrücke sei der
richtige Weg.
Der
erste kleine Spaziergang durch die Altstadt zeigte mir, dass das Hotel direkt
neben der Mezquita liegt, tolle Lage, die BESTE.
Montag, 21. April 2014
Granada / "Stadt des Granatapfels"
Granada ist eine Stadt der
Muße, eine Stadt der Betrachtung und Phantasie, eine Stadt, in der welcher der
Verliebte besser als in irgendeiner anderen den Namen seiner Liebe in den Sand
schreibt. Granada ist gemacht für Traum und Träumerei. (Federico Garcia Lorca
aus "Spanische Geisteswelt, Fritz Schalk).
Ja, ich kann dem nur meine
Zustimmung geben, denn auch ich empfinde Granada als eine Stadt der Phantasie:
Wie wäre diese Stadt ohne Regen? Was wäre die Stadt ohne den Geliebten mit dem
ein Kuscheln im Bett möglich ist, um die Kälte zu ertragen.
„Gib ihm ein Almosen, Frau,
denn nichts in der Welt, nichts, ist schlimmer als blind zu sein in
Granada.“ (Sprichwort)
Bei Sonnenuntergang auf dem
Albaicín zu stehen, im Angesicht der Alhambra und der Sierra Nevada, das ist
ein Fest für die Sinne, ein "Anblick, von dem Menschen aus dem Norden sich
keine Vorstellung machen können". (Théophile Gautier).
Quien no ha visito Grandada,
noha visito nada. - Wer Granada nicht gesehen
hat, hat gar nichts gesehen.
Es scheint mir ich bin gegen
diese Stadt immun. Der Funke dieser Schwärmerei der Dichter und Autoren ist auf
mein Herz nicht über gesprungen.
Das heutige Regenprogramm
war die Besichtigung der Catedral Santa Maria de la Encarnación. Die
Kombination des in der Gotik verpflichteten Grundrisses mit Vollendung in der
italienischen Renaissance vermittelte mir keine Disharmonie. Die Katholischen
Könige Isabella und Ferdinand wollten ein Denkmal zum Sieg über die Mauren
setzen. Beides ist ihnen gelungen.
Der Regen und die Kälte machten
Angriff auf meine Glieder. Abbruch des Ausfluges in die Albaicin (alter
Stadtteil der Mauren) noch bevor begonnen hat. Im Hostal verkroch ich mich
unter die wärmende Decke und widmete mich meiner veralteten Wiener Zeitung.
Am
frühen Abend endeten der Regen und meine Rast im Bett.
Der Himmel zeigte
Erhellung und am Mirador de San Nicolás erstrahlte die Alhambra im schwachen Abendsonnenschein
in dem Rot deren Namen sie verliehen bekam. Diese Ansicht schloss meinen
inneren Frieden mit der Stadt, deren Hysterie der vermeintlichen Schönheit ich
nicht verstehen konnte, mir nun klar vor den Augen lag.
Sonntag, 20. April 2014
Granada / Die Barmherzige Brüder
Johannes von Gott oder San
Juan de Dios (1485-1550), schon seit früher Jugend fromm, war nach Spanien
ausgewandert und hatte sich dort durch die Predigten von San Juan de Avila zur
Hilfe an seinen Mitmenschen inspirieren lassen. 1540 gründete er in Granada ein
Krankenhaus, bald darauf einen Laienverein zur Krankenpflege. 1550 brach er
beim Versuch, einen jungen Mann vor dem Ertrinken zu retten, zusammen. In der
Casa de lo Pisas gebracht, deren Besitzer ihn nach Obdach gewährten, starb er
an Entkräftung. Aus seinen Laienverein entwickelte sich der „Orden der
Barmherzigen Brüder“, der bis heute auf allen Kontinenten präsent ist. 1630
wurde San Juan de Dios selig und 1691 heilig gesprochen. Die Casa de los Pisa
wurde nach dem Aussterben der Familie Pisa Ende des 19 Jhdt von den
Barmherzigen Brüdern übernommen und ist heute ein Museum.
Granada / Qal’at al-Hambra bedeutet die rote Burg
"Was weinst du wie ein
Weib über das, was du verlorst, statt es zu verteidigen wie ein Mann".
Die Alten der Stadt Granada
können sich noch an Zeiten erinnern, als die Ziegen und Pferde zwischen den
Ruinen der Alhambra grasten, die Kinder spielten und wenn Baumaterial von Nöten
war, war jeder Stein der Burg ein gutes und günstiges Material.
Muhammed XII, genannt
Boabdil, hat die rote Burg kampflos den Katholischen Königen übergeben und
trotzdem ist „Es gibt keinen Sieger außer Allah“ tausende Male zu lesen. Wer
hat nun tatsächlich gesiegt?
![]() |
| La Alhambra |
Bei meinem Spaziergang durch die Alhambra war
die Last der uneingeschränkten Schönheit, unermesslichen Größe und kostbarstes
Gut der Region der beiden Hügel wie auf Schultern zu erkennen. Um dem Areal als
„Besonderheit“ noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen hat nur eine begrenzte Anzahl
an Besuchern Einlass. Der Kauf eines
Tickets für Privatpersonen ist ein beschwerlicher Weg, eine Audienz beim König
ist in gleichem Maße aufwendig.
Mein Aufwand zu Eintrittskarten zu kommen hat sich gelohnt beim Anblick der aufwendig gestalteten Gartenanlagen. Gestern Nacht war ich vom Duft benommen und heute war ich von den Wasserspielen beeindruckt. Den Wasserguss vom Himmel meine ich damit nicht.
Das Innere der Paläste lassen die Verspieltheit der Mauren, trotz Verlust der Farbe, sehr gut erkennen. Die Äußerlichkeiten der Festung vermitteln Sicherheit und Macht.
![]() |
| Palacio de Generalife |
![]() |
| Löwenhof |
Mein Aufwand zu Eintrittskarten zu kommen hat sich gelohnt beim Anblick der aufwendig gestalteten Gartenanlagen. Gestern Nacht war ich vom Duft benommen und heute war ich von den Wasserspielen beeindruckt. Den Wasserguss vom Himmel meine ich damit nicht.
Das Innere der Paläste lassen die Verspieltheit der Mauren, trotz Verlust der Farbe, sehr gut erkennen. Die Äußerlichkeiten der Festung vermitteln Sicherheit und Macht.
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| Stalaktiten als Dekorationsmittel |
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| Wanddektorationen |
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